Website für Immobilienmakler: Was eine gute Makler-Website braucht
Website für Immobilienmakler: welche Seiten, Vertrauenselemente und welches Objekt-CMS eine gute Makler-Website braucht – und wann sich Framer eignet.
Aktualisiert am · 8 Min. Lesezeit
Das Wichtigste in Kürze
- Eine Makler-Website hat zwei Aufgaben: Objekte für Kauf- und Mietinteressenten präsentieren und Eigentümer überzeugen, ihre Immobilie mit dir zu verkaufen.
- Zum Kern einer Makler-Website gehören Objektübersicht, Objekt-Detailseiten, eine Seite für Eigentümer, Über uns, Team und Kontakt.
- Objekte gehören in ein CMS, damit jedes Inserat automatisch eine einheitlich aufgebaute Detailseite mit eigener URL erhält.
- Für lokale Sichtbarkeit braucht ein Maklerbüro ein gepflegtes Google-Unternehmensprofil und Seiten zu den Regionen, in denen es tatsächlich tätig ist.
- Framer bietet ein integriertes CMS mit Filtern und Hosting, hat aber keine eingebaute Anbindung an Maklersoftware oder Immobilienportale – ein automatischer Abgleich erfordert individuelle Entwicklung.
Inhaltsverzeichnis
Wer in der Schweiz ein Haus oder eine Wohnung sucht, beginnt oft auf den grossen Portalen wie Homegate, ImmoScout24 oder Newhome. Wozu brauchen Maklerinnen und Makler dann überhaupt eine eigene Website? Weil eine entscheidende Zielgruppe gar nicht auf den Portalen sucht: Eigentümer, die verkaufen wollen und jemanden suchen, dem sie ihre Immobilie anvertrauen können.
Eine gute Makler-Website erfüllt deshalb zwei Aufgaben: Sie präsentiert Objekte professionell – und sie überzeugt Eigentümer davon, dass du die richtige Wahl bist. In diesem Artikel erfährst du, welche Seiten und Elemente dafür nötig sind, wie du Objekte sauber verwaltest und wann Framer die passende Plattform ist.
Die Seiten, die eine Makler-Website braucht
Nicht jede Website braucht Dutzende Unterseiten. Diese gehören aber zum Kern:
Objektübersicht
Alle aktuellen Objekte auf einen Blick, mit Titelbild, Ort, Preis, Zimmerzahl und Wohnfläche. Wichtig sind einfache Filter – mindestens Kaufen oder Mieten, Objektart und Region – sowie ein klarer Status wie «neu», «reserviert» oder «verkauft».
Objekt-Detailseiten
Hier fällt die Entscheidung für eine Besichtigung. Jede Detailseite sollte gleich aufgebaut sein:
- Hochwertige Fotos, idealerweise ergänzt durch Grundriss und Lageplan
- Eckdaten auf einen Blick: Preis, Zimmer, Wohnfläche, Baujahr, Verfügbarkeit
- Beschreibung von Objekt und Lage – mit Einkaufsmöglichkeiten, ÖV, Schulen und Steuerfuss
- Verkaufsdokumentation als Download oder auf Anfrage
- Zuständige Ansprechperson mit Foto, Telefon und E-Mail
- Ein klarer nächster Schritt: Besichtigung anfragen oder Dokumentation bestellen
Seite für Eigentümer
Oft unterschätzt, aber entscheidend für neue Verkaufsmandate: Diese Seite erklärt, wie du beim Verkauf vorgehst, was deine Leistung umfasst und wie die Zusammenarbeit abläuft. Ein Angebot für eine Einschätzung des Marktwerts oder ein unverbindliches Erstgespräch senkt die Hürde zur Kontaktaufnahme.
Über uns und Team
Immobilien sind Vertrauenssache. Zeig, wer hinter dem Büro steht: Geschichte, Werte, Region und Arbeitsweise. Auf der Teamseite stellst du jede Person mit echtem Foto, Rolle, Sprachen, Ausbildung und direktem Kontakt vor. Stockfotos von lächelnden Menschen in Anzügen wirken hier austauschbar.
Kontakt
Adresse mit Karte, Telefonnummer, E-Mail, Öffnungszeiten und ein kurzes Formular. Wer anruft, will jemanden erreichen – nenne deshalb auch, wann das Büro besetzt ist. Dazu gehören ein vollständiges Impressum und eine Datenschutzerklärung, denn Kontaktformulare verarbeiten Personendaten im Sinne des Schweizer Datenschutzgesetzes.
Vertrauenselemente, die überzeugen
Wer eine Immobilie verkauft, vergibt einen grossen Auftrag und prüft entsprechend genau, wem er ihn gibt. Diese Elemente schaffen Vertrauen – vorausgesetzt, sie sind echt:
- Verkaufte Objekte: Referenzen mit Ort und Objektart, sofern die Eigentümer einverstanden sind.
- Bewertungen: Echte Google-Bewertungen oder Kundenstimmen, veröffentlicht mit Zustimmung.
- Mitgliedschaften und Ausbildungen: etwa ein Verband wie SVIT oder ein eidgenössischer Fachausweis – nur, wenn sie zutreffen.
- Transparenter Ablauf: Schritt für Schritt vom Erstgespräch bis zur Schlüsselübergabe.
- Regionale Kompetenz: Inhalte, die zeigen, dass du den lokalen Markt wirklich kennst.
- Gute Erreichbarkeit: Direkte Telefonnummern statt nur ein allgemeines Formular.
Objekte im CMS verwalten
Objekte sollten nie als einzelne, von Hand gebaute Seiten entstehen. Ein CMS (Content-Management-System) trennt Inhalt und Design: Du erfasst ein Objekt einmal mit seinen Daten, und die Website erzeugt daraus automatisch die Karte in der Übersicht und eine Detailseite mit eigener URL. Ein sinnvoller Aufbau für eine Objekt-Sammlung sieht so aus:
| Feld | Typ | Zweck |
|---|---|---|
| Titel | Text | Überschrift und Seitentitel |
| Slug | Text | Sprechende URL, z. B. /objekte/4-5-zimmer-wohnung-winterthur |
| Vermarktung | Option | Kaufen oder Mieten |
| Status | Option | Verfügbar, reserviert, verkauft |
| Preis | Zahl | Anzeige und Sortierung |
| Ort und Region | Text oder Option | Filter und lokale Zuordnung |
| Zimmer, Wohnfläche, Baujahr | Zahl | Eckdaten und Filter |
| Bilder | Galerie | Fotos und Grundrisse |
| Dokumentation | Datei | Verkaufsdokumentation als PDF |
| Ansprechperson | Referenz | Verknüpfung mit der Team-Sammlung |
So bleibt jedes Inserat einheitlich, und dein Team kann Objekte erfassen, ohne das Design anzufassen. Verkaufte Objekte setzt du einfach auf «verkauft» – und hast damit gleich eine Referenzliste.
Bilder: wichtigster Inhalt und grösste Bremse
Auf einer Makler-Website sind Fotos das stärkste Verkaufsargument – und zugleich eine typische Ursache für lange Ladezeiten. Achte deshalb auf drei Punkte:
- Richtige Grösse: Bilder in guter Qualität hochladen, aber nicht in der Originalgrösse aus der Kamera.
- Alternativtexte: Jedes Bild kurz beschreiben, etwa «Wohnzimmer mit Blick auf den Säntis» statt «DSC04032». Das hilft Menschen mit Screenreadern und Suchmaschinen gleichermassen.
- Klare Reihenfolge: In der Übersicht ein starkes Titelbild pro Objekt, die ganze Galerie erst auf der Detailseite.
Framer erzeugt aus hochgeladenen Bildern automatisch optimierte Formate wie WebP und AVIF. Das nimmt dir einen Teil der Arbeit ab, ersetzt aber keine sorgfältige Bildauswahl.
Lokales SEO für Maklerbüros
Bei Suchen nach einzelnen Objekten konkurrierst du mit grossen Portalen, die weit mehr Inserate haben. Deine Chance liegt bei Suchen nach Dienstleistung und Region, zum Beispiel «immobilienmakler winterthur» oder «haus verkaufen st. gallen». Dafür brauchst du:
- Ein gepflegtes Google-Unternehmensprofil mit passender Kategorie, echten Fotos, aktuellen Öffnungszeiten und Bewertungen. Google nennt Relevanz, Entfernung und Bekanntheit als Hauptfaktoren für lokale Ergebnisse.
- Regionsseiten mit echtem Inhalt: eine Seite pro Region, in der du wirklich tätig bist – mit Markteinschätzung, Quartieren, verkauften Objekten und Ansprechperson. Kopierte Seiten mit ausgetauschtem Ortsnamen kann Google als Spam werten.
- Eine starke Eigentümer-Seite für Suchen wie «immobilie verkaufen» in Kombination mit deinem Ort.
- Strukturierte Daten: Mit dem schema.org-Typ RealEstateAgent beschreibst du dein Büro maschinenlesbar – Name, Adresse, Einzugsgebiet, Kontakt. Die Angaben müssen mit dem sichtbaren Inhalt übereinstimmen.
- Einheitliche Angaben zu Name, Adresse und Telefonnummer auf Website, Unternehmensprofil, Portalen und in Verzeichnissen.
Welche Seite zu welcher Suche passt, erklärt der Artikel Suchintention verstehen.
Warum Framer gut zu Maklerbüros passt
Framer ist ein visueller Website-Builder mit integriertem CMS und Hosting. Für Maklerbüros bringt das einige Vorteile:
- Tempo und wenig Wartung: Framer hostet deine Website auf einer globalen Infrastruktur, optimiert Bilder automatisch und stellt SSL-Zertifikate selbst aus. Um Server, Sicherheitsupdates oder Plugin-Updates wie bei WordPress musst du dich nicht kümmern.
- CMS mit Filtern: Objekte, Team und Regionen lassen sich als Sammlungen anlegen und miteinander verknüpfen. Für Objektlisten bietet Framer dynamische Filter mit Suche, Tabs, Schaltern und Dropdowns.
- Designfreiheit: Grosse Bildwelten, grosszügige Layouts und dezente Animationen sind ohne Code umsetzbar – wichtig in einer Branche, in der der erste Eindruck zählt.
- Einfache Pflege: Dein Team bearbeitet Texte und Objekte, ohne das Layout zu gefährden. Objekte lassen sich auch per CSV importieren oder mit Google Sheets bzw. Airtable synchronisieren.
- SEO-Grundlagen eingebaut: Seitentitel und Beschreibungen lassen sich für jede Objektseite automatisch aus den CMS-Feldern erzeugen.
- Mehrsprachigkeit: Für Büros, die auch auf Französisch oder Englisch kommunizieren, gibt es eine Lokalisierungsfunktion als Zusatzoption.
Ehrliche Grenzen
Framer ist kein Immobilien-Spezialsystem. Das solltest du vor dem Start wissen:
- Keine eingebaute Portal-, MLS- oder Software-Anbindung: Framer tauscht Objekte nicht von sich aus mit Maklersoftware, MLS-Datenbanken oder Portalen wie Homegate oder ImmoScout24 aus. Ein automatischer Abgleich ist möglich, erfordert aber individuelle Entwicklung – etwa über die Server-API von Framer oder einen Synchronisationsdienst.
- Komplexe Suchfunktionen: Einfache Filter funktionieren direkt im CMS. Eine Umkreissuche auf der Karte, Suchabos per E-Mail oder gespeicherte Favoriten brauchen Zusatzlösungen.
- Geschützte Bereiche: Framer bietet einen Passwortschutz, persönliche Kundenkonten mit eigenem Login gehören aber nicht zum Standardumfang. Ein Bereich für Off-Market-Objekte oder Kundendokumente braucht deshalb meist externe Dienste.
- CMS-Limiten: Je nach Framer-Plan ist die Zahl der Sammlungen und Einträge begrenzt. Bei grossen Beständen prüfst du die Konditionen vorab.
Fazit
Eine gute Makler-Website präsentiert Objekte klar, zeigt die Menschen dahinter und überzeugt Eigentümer mit Kompetenz statt Floskeln. Framer ist dafür eine starke Basis – solange du die Grenzen kennst und eine Portalanbindung bewusst planst. Weitere Vorlagen und Tipps findest du bei den Framer-Templates. Und damit die neue Website auch gefunden wird, lohnt sich ein Blick auf Warum Google deine Website nicht findet.